Was ist Mantrailing?

Mantrailing kommt ursprünglich aus den USA. Der englische Begriff Mantrailing setzt sich aus folgenden Wörtern zusammen:
  • Man = Mensch
  • Trail(ing) = Spur (verfolgen)
Die für diese Arbeit ausgebildeten Hunde suchen also nach Vermissten oder Personen, nach denen gefahndet wird.

In den letzten Jahren wurden immer mehr «Familienhunde» hobbymässig als Mantrailer ausgebildet, denn Mantrailing ist eine ideale Auslastung für jeden Vierbeiner und zudem eine sehr schöne Teamarbeit.

Der Hund sucht nach dem Individualgeruch
Der Mantrailer verfolgt die Fährte nach den Geruchsmerkmalen (Individualgeruch) der entsprechenden Zielperson. Der Individualgeruch ist vergleichbar mit dem genetischen Fingerabdruck, er ist also einzigartig.

Zu Beginn der Sucharbeit erhält der Hund eine sogenannte Geruchsprobe, mit der die zu suchende Person in Berührung gekommen ist. Geeignet sind etwa Kleidungsstücke, Taschentücher etc. So wird dem Hund beispielsweise ein Shirt, eingepackt in einer Tüte, zum Anriechen präsentiert.

Die Aufgabe des Hundes besteht nun darin, die menschliche Spur zu verfolgen, welche dieselbe «Duftnote» hat, wie das Kleidungsstück. Er muss also exakt diesen Geruch aus vielen anderen Düften herausfiltern. Das ist Hochleistungssport, welcher dem Hund jedoch grosse Freude bereitet. Vorausgesetzt natürlich, man überfordert den Hund nicht.

Freude als oberstes Gebot
Entsprechend ist eine sorgfältige, dem einzelnen Hund und Team angepasste Ausbildungsmethode natürlich sehr wichtig. Es gibt beim Mantrailing nicht die eine ultimative Ausbildungsmethode. Und das ist gut so, denn es führen bekanntlich viele Wege nach Rom.

In diesem Sinne freue ich mich auf alle interessierten Hundehalter, die ihrem Vierbeiner eine artgerechte Beschäftigung bieten und dabei stets die Freude am Tun in den Vordergrund stellen wollen.
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